Rice 2004

Im Dezember des Jahres 2002 erklärte die Generalversammlung der Vereinten Nationen das Jahr 2004 zum „International Year of Rice“. Rice is Life war das Motto dieses Themenjahres, das die Vereinten Nationen als Jahr des Reises deklarierten.

Die Welternährungsorganisation, kurz FAO genannt, stellte am 12-13 Februar eine Konferenz in Rom auf die Beine. Die FAO, die Abkürzung für Food and Agriculture Organization of the United Nations, lud die Regierungen der UN-Mitgliedsstaaten, das Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (United Nation Development Programme – abgekürzt auch UNDP genannt), die Beratungsgruppe der internationalen Agrar-Forschungszentren (Consultative Group on International Agricultural Research, als Abkürzung CGIAR benannt) und andere Organisationen aus der UB, die als relevant bezeichnet waren und Nichtregierungsorgansitionen nach Rom in Ihr Hauptquartier ein, um sich an diesem Themenjahr Rice 2004 zu beteiligen.

Bei dieser offiziellen Veranstaltung wurde unter anderem bemerkt, dass Reis in der heutigen Zeit ein Grundnahrungsmittel ist. Mehr als 50 % der Weltbevölkerung hängen vom Reis ab. Das bedeutet, dass ungefähr 3 Milliarden Menschen sich von Reis ernähren. 67 % dieser Menschen leben in Asien. Aber der Reis gibt nicht nur Nahrung. Der Anbau von Reis und die Verarbeitung von Reis sichern auch Arbeitsplätze, die mit geschätzt über 1 Milliarde eine bemerkenswert große Zahl darstellen. Aufgrund dieser Zahlen nimmt der Reis eine große Stelle in den verschiedenen Gesellschaften ein. Gerade das intensivieren des Anbaus von Reis und die Entwicklung neuer Sorten haben einen großen Anteil daran, dass die wachsende Erdbevölkerung ausreichend ernährt werden konnte.

 Leider sind einer Produktionserweiterung aber Grenzen gesetzt. Das International Year of Rice 2004 soll als Verstärker für Programm der Länder wirken, so dass die Entwicklung des Reisanbaus gefördert wird. Denn die Reisepflanze spielt bei der Sicherung der Ernährung und der Armutsbekämpfung eine wichtige und zentrale Rolle. Leider verbraucht der Anbau von Reis sehr viel Wasser. Für ein Kilo Reis werden bis 5 000 Liter Wasser verbraucht. Infolge des Wandels des Klimas ist das als sehr bedrohlich anzusehen. Die Wasserknappheit spielt hier eine große Rolle. So ist abzusehen, dass in wenigen Jahrzehnten knapp 25 % der Anbauflächen nicht wie bisher bekannt bestellt werden können.

 Es müssen neue Möglichkeiten zur Lösung dieses Problems gefunden werden. Rice 2004 will darauf hinweisen und neue Anstöße für die Bewältigung dieser Probleme geben. So sollen neue Reisepflanzen entwickelt werden, denen Trockenheit nichts ausmachen oder die mit weniger Wasser auskommen. Auch alternative Methoden des Anbaus werden überlegt. So können Setzlinge früher und in einen größeren Abstand gepflanzt werden. So müsste der Anbauboden nicht mehr geflutet werden. Es könnte ausreichen, den Boden nur feucht zu halten.

 Das Wort Reis bedeutet in vielen asiatischen Ländern auch gleichzeitig Nahrung. Damit unterstreicht es seine Rolle in diesen Ländern. Der Reis ist dort als existenziell anzusehen und ist ein Grundnahrungsmittel für die dortige Gesellschaft.

 Nicht nur aus diesem Punkt war das Jahr 2004 das International Year of Rice. Dieses Themenjahr sollte die besondere Bedeutung von Reis für die Ernährung der Menschheit deutlich machen, zugleich aber auch die Probleme deutlich machen, die uns in der Zukunft erwarten. Je früher man den Geist des Themenjahres Rice 2004 aufnimmt und umsetzt, desto früher werden gesellschaftliche Probleme abgewehrt und dem Hunger in vielen Ländern dieser Erde Einhalt geboten.