Anbau
Reis ist ein Getreide. Außerdem ist Reis das einzige Getreide auf der Welt, das seinen Anbau im Wasser hat. Das Wasser gibt der Reispflanze Nährstoffe und schützt sie vor extremer Hitze oder auch Kälte. Die Reisefelder in Amerika werden durch ein System von Kanälen geflutet. Besteht Bedarf nach frischem Wasser, wird dieses frische Wasser von einem Fluss, der in der Nähe liegt, zugeführt. In Südostasien ist die Wasserversorgung ein wenig anders geregelt. Hier wird nicht Wasser durch ein Kanalsystem zugeführt, sondern es fließ ständig durch die Reisfelder. Auf diese natürliche Versorgung kann man sich natürlich nicht immer verlassen. Manchmal fließt zuviel Wasser oder zuwenig Wasser. Oder es gar auch zu schnell oder zu langsam fließen.
Die Reispflanze ist sehr robust und widersteht unterschiedlichen Perioden, die sich von trocken bis nass abwechseln können. Die Reispflanze kann im stehenden Wasser angepflanzt werden, besser ist es aber, wenn nach der Blüte geflutet wird und vor Ernte die Felder trocken gelegt werden. In der heutigen Zeit wird Reis in der ganzen Welt angebaut, wobei hauptsächlich im Süden der USA, Spanien, Italien, Ägypten und Brasilien Reis angebaut wird. Südostasien ist die größte produzierende Region von Reis. Während in den asiatischen Ländern das Arbeiten in den Reisfeldern immer noch größtenteils mechanisch verläuft, hat im Westen der Welt sich die mechanische Arbeit durchgesetzt.
Die Bilder, die man mit dem Anbau und dem Abbau von Reis verbindet, Wasserbüffel und arbeitende Frauen mit den Korbhüten, findet man nur in Asien. Die Bauern in Asien versuchen zweimal im Jahr den Reis zu ernten. Beim Anbau der Reispflanzen wird zuerst der Boden ausgehoben, der dann geflutet wird. Wasserbüffel bearbeiten dann die überfluteten Felder. Danach werden die Reisfelder von den Frauen mit den Reispflanzen bepflanzt. Bei der Reisbepflanzung wird die gesamte Familie benötigt, denn die Arbeiten sind vielfältig. So muss gedüngt, gejätet oder Pestizide verteilt werden.
